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Lecture | Fri, 9/10 5:00 PM |
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"Genocide Prevention – A Challenge of Constructive Management of Diversity" Read more »
The Dag Hammarskjöld Lecture 2010 held by Francis Deng, Special Adviser to the United Nations Secretary-General on the Prevention of Genocide and Mass Atrocities
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University building, University Hall
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Debate | Mon, 9/13 7:15 PM |
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Im Jahr 1925 wurde im Anschluss des 1919 konstituierten Völkerbundes (VB) der Uppsala Studentenverein gegründet und bald danach bildeten sich auch ähnliche Vereine in Stockholm, Lund und Göteborg. Diese bildeten zusammen Schwedens Akademische Vereinigung, die ihrerseits Mitglied der Internationalen Universitätsföderation (IUF) mit Sitz in Genf ist. Jedoch im Jahr 1935 brachen die skandinavischen akademischen VB-Vereine den Kontakt mit der IUF und die örtlichen Vereine wechselten den Namen in „Der Aussenpolitische Verein“. Einige Jahre später, 1939, wechselte auch der schwedische Zentralverband seinen Namen und hiess danach „Schwedens Akademischer Verband der Aussenpolitik (SAVA). Viele der örtlichen Vereine hörten während des Zweiten Weltkriegs mit ihrer Tätigkeit auf, wobei der Zentralverband aufgelöst wurde.
Der Aussenpolitische Verein Uppsala (UF) wurde nach dem Zweiten Weltkrieg als erster offizieller UNO-Verein unter dem Namen Der Studentenverein für Zwischenvölkische Zusammenarbeit, am 18. Februar 1948 gegründet. Im Herbst 1954 wurde der Name Der Aussenpolitische Verein angenommen. Der Verein war einer der vielen Vereine, die sich der neuen Organisation der Vereinten Nationen (UNO) und deren Volksbewegung World Federation of United Association (WFUNA) anschloss. Einiges deutet jedoch darauf hin, dass die Wurzeln des Vereins bis Ende des 19. Jahrhundert zurückreichen, aber über diese Periode wissen wir wenig.
Der Verein war und ist bis heute eine parteipolitisch und religiös unabhängige Organisation mit der Hauptaufgabe eine seriöse Bewachung und Anregung von Debatten aufrecht zu erhalten über aussenpolitische und andere internationale Fragen. In den Satzungen stützt sich der Verein auf die UNO-Deklarationen der Menschenrechte sowie nun auch auf die Europakonvention. Die Tätigkeit während dieser Jahre ist im Rahmen dieser Satzungen betrieben worden, jedoch in variierter Form. Dies beruht zum grossen Teil auf die Jahre hindurch starke Mitgliederanzahl und gute Ökonomie der Vereinigung und vielfach auf Grund der verschiedenen, studentischen Interessen für die Aussenpolitik.
Während der ersten Jahre von 1948 – 1960, fokussierte sich die Tätigkeit der Vereinigung auf Veranstaltungen wie Vorträge, Diskussionsabende und Studienkreise sowie Verfassen von Resolutionen und die Zusammenarbeit mit ähnlichen Organisationen. In dieser Periode sprachen Gastredner vor den Mitgliedern wie beispielsweise die Autoren Per-Anders Fogelström und Per Wästberg, der ehemalige französische Ministerpräsident Pierre Mendès-France und Dagens Nyheters Chefredakteur Herbert Tingsten. Die Vortragsreihen waren im Laufe der Jahre ein wiederkehrender Programmpunkt in der Tätigkeit des Vereins. Und seit Mr. Henry Osborne, MP aus Birmingham in seiner einleitende Rede über das Thema „World Government – is it possible?“ hielt, haben viele mehr oder weniger bekannte Personen vor den Mitgliedern des Aussenpolitischen Vereins gesprochen.
Im Verlauf der politisch aufgeklärten sechziger Jahre, wo die Mitgliederanzahl 1968 auf 1660 an stieg, besuchten u. a. Israels Aussenminister Abba Ebans, Professor C. Frankel aus den USA und Senegals Präsident Leopold Senghor den Verein. Diese Redner erregten jedoch sehr die Gemüter und die Reaktionen lagen ganz in der Linie mit dem damals herrschenden Zeitgeist, die zu Demonstrationen und Protestaktionen führten. In den siebziger Jahren trat nach schwedischen Verhältnisse eine gewisse Entspannung ein, derweil in Italien der Terror von die Brigate Rosse und in Deutschland die Rote Armee Fraktion (RAF) herrschte. Der Aussenpolitische Verein konzentrierte seine Tätigkeit dieser Zeit hauptsächlich auf die Durchführungen von Studienkreise, die oft ökonomische Fragen aufgriffen, die Rolle der Frau und dem Feminismus galten. Nichtsdestoweniger begrüsste der Verein prominente Gäste wie Olof Palme, Günter Wallraff, Alva und Gunnar Myrdal sowie Islands Ministerpräsident Olafür Johannesson.
In den achtziger Jahre fiel inzwischen die Mitgliederanzahl weiter drastisch zurück und der Verein geriet in eine Krise. Zum Glück änderte sich der Trend ab Mitte der achtziger Jahre und zu den grösseren Projekten zählten eine Reihe von Vorlesungen, Podiumsdiskussionen und Themenserien über „Frieden in Europa“, die im Vereinsmagazin Uttryck erschienen sind. Im Jahre 1985 beschloss der Aussenpolitische Verein aus der mit der UNO liierten Aussenpolitischen Vereinigung auszutreten, nachdem man das Vertrauen des dortigen Vorstandes wegen Handhabung von Beitragsmittel verloren hatte. Der Aussenpolitische Verein verliess ebenfalls die bisher strikt aussenpolitische Richtlinie und nahm gegenwartsbezogen zum ersten Mal Umweltfragen in ihr Programm auf. Am 28. April 1988 arrangierte der AV anlässlich des vierzigsten Geburtstages ein Jubiläumsfest.
Aber während der neunziger Jahre fand das Interesse für die Aussenpolitik wieder regen Zuspruch. Mit Unterstützung des schwedischen Aussenministeriums, der Uppsala Universität und der Sida (Swedish International Development Agency) als grösste Beitragsgeber, entwickelte sich eine ökonomische Stabilität in der Vereinsperiode. Es wurde u. a. Studienbesuche im Schwedischen Fernsehen (SVT) und deren Auslandsmagazins „8 Tage“ durchgeführt, und das Vereinsmagazin Uttryck wurde weiter entwickelt. Es sprachen der UNO-Generalsekretär Boutros Boutros-Gali und später Kofi Annan vor den UF-Mitgliedern. Dieses Arrangement gab zum ersten Mal den Anstoss um ein UNO-Rollspiel durchzuführen. So ein Rollspiel stellt eine Simulation der Arbeit in der UNO-Vollversammlung dar. Der Vorsitzende für ein grösseres Rollspiel war der ehemalige Vorsitzende der schwedischen Liberalen Volkspartei Bengt Westerberg. Am 25. April 1998 konnte die UF ihr 50 Jähriges Jubiläum feiern..
Zu Beginn des Jahres 2000 bewegte sich die Mitgliederanzahl um die 300. Rückblickend hat jedoch das Interesse für die Vereinstätigkeit sowie die Anzahl der Mitglieder zugenommen. Heute besteht die Tätigkeit immer noch aus Vortragsreihen, wobei Politiker, Journalisten und Akademiker die üblichen Gäste ausmachen. Die behandelten Bereiche schliessen zwei bis drei Themen ein, die für jedes Jahr verschieden sind. Die Themen sind an die Beitrage, die jährlich vom Aussenministerium, der Sida, Forum Süd, der Folke Bernadotteakademie und dem Olof Palmes Gedächnisfond (Minnesfond), gekoppelt. Manchmal werden jedoch auch Vorträge gehalten, die ausserhalb dieser Themen liegen.
Tradition ist schon, dass auch jährlich eine Studienreise veranstaltet wird. Als Beispiele von Reisezielen sei das UNO Hauptquartier in Genf, der Ölberg bei Jerusalem, Weissrussland, der Iran, die Türkei, die Ukraine, Uganda und die Universiteten in Bologna, Ljubljana und Zagreb, genannt. Die Zeitschrift ”Uttryck”des Vereins UF erscheint vierteljährlich, und sie stellt einen wichtigen Teil in der Tätigkeit der UF dar. Im Jahr 2006 hat der UF ebenfalls das Programm ”Radio UF” gestartet, das wöchentlich im Frequenzbereich des Studentenradios ausgestrahlt wird
Organisatorisch haben sich auch einige Veränderungen ergeben. Der Vorstand wurde verkleinert zu Gunsten einer Ausweitung der Arbeitsgruppen, wodurch die Möglichkeit geschaffen wurde mehr Mitglieder in die Arbeit der AV zu aktivieren. Am 20. April 1997 bildete der Aussenpolitische Verein Uppsala zusammen mit den aussenpolitischen Vereinen in Göteborg, Umeå, Lund und Växjö Schwedens Aussenpolitische Vereinigung (SAIA).Diese Organisation ermöglicht die Zusammenarbeit für sämtliche aussenpolitische Vereine des Landes. Der Ausschuss für Zusammenarbeit fungierte nicht zufrieden stellend und im Jahr 2000 wurde mit der Aufgabe begonnen, eine effizientere Zusammenarbeit zwischen den Vereinen einzuleiten. Am 5. Mai 2007 wurde daher Schwedens Aussenpolitischer Verband (UFS), mit Sitz in Uppsala, gegründet. Die Hauptaufgaben der USF bestehen darin, die heutigen neun Mitgliedsvereine in ihrer Arbeit zu stärken und es wird ein aussenpoltischer Konvent veranstaltet, der erstmals im April 2008 in der Hochschule Södertorn stattfindet.
2004 erhielt der Aussenpolitische Verein Uppsala das Martin-H:son-Holmdahl-Stipendium für die Arbeit der Menschenrechte mit folgender Begründung:
„Sie erhalten das Stipendium für Ihre lang andauernde und Ihr von grossem Engagement geprägte Arbeit für die Menschenrechte und der Förderung für das internationale Verständnis unter den Studenten und anderen Interessierten. Mit Ihrer ideellen Arbeit und umfangreichen Kenntnissen haben Sie grosse Initiativkraft bewiesen. Dies nicht zuletzt durch jährliche Studienreisen und durch die im letzten Jahr engagierte Arbeit für die Menschenrechte in der Türkei, die für die Annäherung zur Europäischen Union strebt.“